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Brillen und medizinische Hilfe für Uganda

augenweide Uganda

Zwölf Muzungu, elf Tage, 1002 Menschen behandelt. So sieht in knappen Zahlen die Bilanz der Hilfsreise unter Federführung des Christuszentrum Celle und dem ugandischen Celebrate Hope Ministries aus. Schnell hat es sich in der Provinz Rakai im Süden Ugandas nahe der Grenze zu Ruanda herumgesprochen, dass die „Muzungus“ mit einer medizinischen Mission in vier Dörfern ihre Zelte aufschlagen werden. Muzungus werden in Uganda die Weißen genannt, egal welcher Nation sie sind. Ein Arzt und ein Augenoptikermeister brachten medizinische Hilfe, die den Menschen in der armen und abgelegenen Region sonst nicht zuteil wird.

Für die meisten Menschen in Uganda ist eine Brille unerschwinglich und der Weg zum nächsten Optiker unüberwindbar weit. „In Optikerkreisen werden seit vielen Jahren gebrauchte Brillen für Afrika gesammelt und auch wir haben uns an diesen Aktionen beteiligt“, sagt Andreas Fiemel, Augenoptikermeister aus Celle. „Aber um eine echte individuelle Verbesserung der Sehkraft zu bewirken, muss man eine fachliche Augenmessung durchführen und die Brillen anpassen.“Fiemel, der im Dezember 2013 schon kostenlos Augenmessungen und Brillenanpassungen im Celler Kalandhof für Obdachlose durchgeführt hat, meint weiter: „und so gut gemeint die Hilfe ist, es hat doch stets auch etwas Gönnerhaftes, abgelegte und alte Sachen weiter zu geben. Ich wollte den Menschen individuelle Brillen nach eigener Wahl schenken.“Dazu konnte Fiemel mit einem Hersteller von Brillengestellen sowie einem Glashersteller besondere Konditionen aushandeln und flog mit einer Auswahl von 60 verschiedenen Modellen nach Afrika.

1002 Menschen ließen ihre Augen messen und bekamen zum ersten Mal in ihrem Leben eine Brille angepasst. „Dabei mussten wir immer wieder auch unsere Ausdrucksweise anpassen. Eine Lesebrille zum nahen Sehen macht als Wort keinen Sinn für jemanden, der nicht lesen kann. Schnell wurde daraus die „Bohnenbrille“, denn die alten Frauen sagten immer wieder, dass sie beim Bohnenlesen nicht genug Sehkraft haben.“

Beteiligt war auch der Wietzenbrucher Arzt Dr. Wolfgang Leise. Er har bereits mehrfach mit Celebrate Hope Ministries in Uganda und wurde vielerorts sehnlichst erwartet.

Die mobile Arztpraxis wurde mit einfachen Mitteln in Schulgebäuden oder Räumen der örtlichen Kirchen aufgebaut. Das Wartezimmer war im Freien, wo auch der Optiker seine „Praxis“aufgeschlagen hatte. Die Menschen nahmen nicht nur vielstündige Wartezeiten in Kauf, sondern auch lange Fußwege. „Eine Frau erzählte, dass sie zweimal die 24 Kilometer aus ihrem Heimatdorf gelaufen sei, um ihre Augen messen zu lassen.“Die Wertschätzung, die der Mission entgegen gebracht wurde, konnte man auch daran ablesen, dass die Patienten oft ihr Festtagsgewand trugen, um die Gäste aus Deutschland zu würdigen.

Die Brillen wurden noch bis in den Juli hinein in der Augenweide gefertigt und von Fiemel und Helfern aus der Christus Gemeinde Celle im August selbst nach Uganda gebracht!

Das schreibt die Presse "Eyebizz" Juni 2014:

 

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